So läuft 2021 eine Bewerbung bei der Bundeswehr ab - Schritt für Schritt

Schritt für Schritt deine Bewerbungsunterlagen vervollständigen.

 

Du kennst dich also schon aus mit einem Bewerbungsbogen, verschiedenen Bewerbungsschreiben und was außer deinem Lebenslauf und Zeugnis in die Bewerbungsunterlagen gehört.

 

Vielleicht sitzt du aber auch gerade vor deiner ersten Bewerbung oder denkst, dass bei einer Bewerbung bei der Bundeswehr alles anders ist.

 

Immer mit der Ruhe, so schlimm ist es wirklich nicht. 

 

Ich führe dich Schritt für Schritt zu deiner individuellen Bewerbungsmappe. So machst du bereits mit deiner Bewerbung bei der Bundeswehr den perfekten ersten Eindruck!

 

Also ran an die Papierarbeit!

Dieses deutsche Sprichwort ist zwar richtig, jedoch ist der erste Eindruck auch nicht alles. 

 

Trotzdem sehen die Prüfer beim Bundeswehr Einstellungstest deine Unterlagen noch bevor du den Raum betrittst. 

 

Folglich solltest du dich darum kümmern, bereits mit deiner Bewerbung bei der Bundeswehr den ersten Pluspunkt zu sammeln. 

 

Aber alles der Reihe nach. 

Welche ist die erste Anlaufstelle für deine Bundeswehr-Bewerbung?

Der Bundeswehr Karriereberater und der Bewerbungsbogen für den freiwilligen Dienst in der Bundeswehr.

Die erste Anlaufstelle ist der Karriereberater. 

Eines vorweg, dieser Kontakt ist durch nichts zu ersetzen. Vor allem im Hinblick auf deine Fragen und deine Unterlagen. 

Wichtig!

Der Karriereberater hat keine Einsicht auf offene Stellen und kann dir folglich nichts zusichern, sondern nur Möglichkeiten aufzeigen!

Der Karriereberater füllt mit dir den so genannten Bewerbungsbogen für den freiwilligen Dienst in der Bundeswehr aus.

Deutlich vorteilhaft ist es jedoch, wenn du diesen bereits – soweit wie möglich -ausgefüllt zum Gespräch mit dem Karriereberater mitbringst.

Warum denn selber ausfüllen, wenn er den Bogen ohnehin mit dir ausfüllt?  

Ganz einfach. Wenn du dich am Bogen orientierst hast du bereits alle Daten und Dokumente zusammen und ersparst dir im Laufe des Bewerbungsverfahrens nerviges Nachliefern von Unterlagen. 

Dieser Bogen umfasst unter anderem Angaben zu:

 

 

  • deiner Person,

  • deiner Schulbildung,

  • erlernten Berufen,

  • deinen Wunschverwendungen und

  • deiner finanziellen Lage in Bezug auf Schulden oder Kredite.

     

Mach dir hier keine Sorgen, die Bundeswehr will nur vermeiden jemanden einzustellen, der aufgrund horrender Schulden ein größeres Korruptionsrisikomit sich bringt.

 

Solltest du dir ein Auto oder einen Fernseher auf Raten gekauft haben, ist dies kein Grund zur Sorge!

 

Neben dem Bewerbungsbogen für den freiwilligen Dienst in der Bundeswehr werden noch weitere Unterlagen gefordert.

Diese Fristen solltest du bedenken, um deine Bewerbung nicht zu spät zu verschicken.

Bewerbungsfristen für die Offizierslaufbahn und alle andere Laufbahnen.

Die Bewerbungsfristen unterscheiden sich prinzipiell zwischen Bewerbungen um die Laufbahn der Offiziere und um alle anderen Laufbahnen. 

Die Laufbahn der Offiziere beginnt in der Regel zum 01.Juli jeden Jahres. Dies liegt an den länger dauernden Lehrgängen zu Beginn der Offizierslaufbahn und dem anschließenden Studium an der Bundeswehr Universität in München oder Hamburg. 

Die Karriere in den Laufbahnen der Mannschaften, Unteroffiziere ohne Portepee oder der Feldwebel/Bootsleute beginnt hingegen in der Regel zum jeweiligen Quartalsbeginn, sprich dem  01, Januar, 01.April, 01. Juli oder dem 01. Oktober. 

Diese Unterlagen brauchst du für deine Bewerbung bei der Bundeswehr.

Zeig der Bundeswehr wer du bist und was du bisher gemacht hast.

Jetzt zeigt sich, warum du dich am Bewerbungsbogen für den freiwilligen Dienst in der Bundeswehr orientieren solltest. 

Bringe die folgenden Dokumente, wenn vorhanden, gleich mit zum ersten Termin:

 

  • Abschlusszeugnisse (Schule oder Ausbildung),

  • Studiennachweise,

  • Gesellen-, Gehilfen-, Facharbeiter- oder Meisterbrief,

  • Arbeitszeugnisse (sofern vorhanden),

  • Bescheinigung des Ausbildungsbetriebes über die Dauer des Ausbildungsverhältnisses (falls du gerade in einer Ausbildung bist),

  • Zivile Tätigkeitszeugnisse (Ferienjobs, Nebentätigkeiten, etc.),

  • Geburtsurkunde/Abstammungsurkunde/Auszug aus dem Familienstammbuch,

  • Passbilder (möglichst aktuell und in doppelter Ausfertigung),

  • Kreditverträge, Ratenzahlungsverträge, Unterhaltsbescheide, etc. (sofern vorhanden) und

  • Arbeitslosigkeitsbescheinigung von der Arbeitsagentur (sofern gegeben).

     

Sorge durch die Vorlage deiner Dokumente für einen lückenlosen Tätigkeitsnachweis vom Tag des Schulabschlusses bis zum Tag der Bewerbung bei der Bundeswehr!

Auch wenn du die Unterlagen noch nicht parat haben solltest, ist es vorteilhaft bereits aussagekräftig zu deinen Verhältnissen zu sein. 

Bewerbungsunterlagen klar, aber was ist eine Anschreiben und wie muss ein Lebenslauf aussehen?

Aufbau der Bewerbungsmappe nach dem klassischen Prinzip.

Für die Zusammenstellung der Bewerbungsunterlagen gibt es mehrere Vorgehensweisen.

Mein Tipp, „keep it simple and small“ (KISS), du willst schließlich kein Webdesigner werden. Belasse es also beim Anschreiben und dem Lebenslauf.

Das Anschreiben

Das Anschreiben ist neben dem Bewerbungsbogen gewissermaßen deine Visitenkarte und sorgt beim Leser für einen guten, vielleicht sogar ausgezeichneten ersten Eindruck!

Erkläre dem Leser

 

 

  • wer du bist,

  • warum du zur Bundeswehr möchtest,

  • warum du genau diese eine Verwendung möchtest und

  • warum es für die Bundeswehr förderlich und klug wäre dich einzustellen.

 

 

Du beschreibst dich mit dem Anschreiben selbst und zeigst dem Leser warum genau DU der richtige für diesen Job bist

Führe nach einer kurzen Einleitung den Grund deiner Bewerbung an, gebe Schuldaten (voraussichtlicher Schulabschluss) an und zeig deine Qualifikationen.

Die Einleitung

Achte bei der Einleitung auf eine Länge von maximal 4 bis 6 Zeilen.

Das Anschreiben soll ein „Eye-Catcher“ sein, folglich darf auch der erste Satz keine abgedroschene Floskel sein wie „Hiermit bewerbe ich mich um eine Stelle als … bei der Bundeswehr.“.

 

Viel besser kommst du an, wenn du beispielsweise beschreibst, wie du bei einer Azubi- oder Studienmesse mit den dortigen Soldaten gesprochen hast und somit auf die Bundeswehr aufmerksam geworden bist.

Abrunden könntest du deine Einleitung mit einem Satz wie:

Bereits in meiner Zeit vor der Bundeswehr als … konnte ich wertvolle Erfahrungen im Bereich … sammeln. Diese würde ich gerne in meinen Dienst in der Bundeswehr einbringen.

Der Hauptteil

Erkläre dem Leser im Hauptteil warum du genau diese Verwendung oder generell zur Bundeswehr möchtest.

Beispielsweise warst du bereits beim Jugendverein des Roten Kreuzes und willst jetzt Sanitäter werden.

Vielleicht hast du dich ja auch über die Landespolizei, die Bundespolizei, denZoll und die Feldjäger informiert und dich am Ende für die Feldjäger der Bundewehr entschieden.

Oder aber du bist gelernter Handwerksgeselle, -meister und möchtest dein handwerkliches Können als Pionier einbringen.

Hierdurch lassen sich deine Fähigkeiten mit einem Nutzen für die Bundeswehr verbinden. (Immer vorteilhaft!)

 

Für dich als Schüler könnte eine Begründung in etwa so lauten:

Die Tätigkeit als … interessiert mich besonders, wegen des großen Aufgabenspektrums/ der Abwechslung/ des Teamworks/ der Möglichkeit meine Stärken einzubringen/ etc.“

Die Schuldaten

Solltest du derzeit noch zur Schule gehen, gibst du folgendes an:

 

  • auf welche Schule du gehst,

  • welche Klasse du besuchst,

  • in welcher Fachrichtung du lernst (Bsp. Technik/Wirtschaft/Sozial/etc.) und

  • wann du voraussichtlich deine Schule mit dem angestrebten Schulabschluss beendest.

 

Sollte deine Schulzeit bereits vorüber sein, gibst du einfach deine schulische Laufbahn kurz und prägnant wieder.

Die Qualifikationen

Das Beste kommt bekanntlich immer zum Schluss.

Hier zeigst du zum Beispiel:

 

 

  • den Sieg beim Feuerwehrwettbewerb mit der freiwilligen Feuerwehr,

  • den Sieg beim Kletterwettbewerb in den Alpen (praktisch bei einer Bewerbung als Gebirgsjäger),

  • Nachweise über Sprachstufen-Tests aus deiner Schule,

  • langjährige Vereinszugehörigkeit im Schützenverein,

  • Spiele oder Einsätze in einem Fußballverein der 2.Bundesliga oder

  • was eben in deinem Fall zutrifft.

     

     

Solltest du aufgrund deines Alters oder mangelndem Interesse an den oben angesprochenen Tätigkeiten weniger Qualifikationen vorzuweisen haben, nenne einfach deine Stärken wie:

 

 

  • Leistungsbereitschaft,

  • Ehrgeiz,

  • Teamfähigkeit,

  • Flexibilität,

  • Durchsetzungsvermögen oder

  • Körperliche Fitness.

     

     

Alle angegebenen Fakten sollten natürlich entsprechend belegbar sein!

 

Wichtig: Sei immer du selbst!

Schreib nicht besonders „geschwollen“, wenn du es nicht selber kannst und verstelle dich nicht.

 

Andernfalls wird man dich im Abschlussgespräch darauf ansprechen und du willst schließlich glänzen und nicht ins Stottern verfallen.

 

Der Lebenslauf

Zwar ist dein Lebenslauf bereits auf dem Bewerbungsbogen enthalten, jedoch ist ein eigens erstellter Lebenslauf in einem ordentlichen Bewerbungsschreiben immer vorteilhaft.

Ich empfehle folgende Daten auf jeden Fall mit aufzuführen:

 

Persönliche Daten:

  • Vorname, Nachname,

  • Geburtsdatum, Geburtsort,

  • Anschrift,

  • Telefonische Erreichbarkeit,

  • Familienstand,

  • Kinder, sowie 

  • Namen und Berufe der Eltern

     

Schulausbildung:

  • Besuchte Schulen,

  • Schulabschlüsse (solltest du noch zur Schule gehen, den voraussichtlichen/angestrebten Schulabschluss),

  • Längere Auslandsaufenthalte ( „work and travel“, „Au-Pair“, etc.),

  • Praktika und

  • Neben- oder Ferienjobs

 

Fort- oder Weiterbildungen:

  • Volkshochschulkurse oder

  • Seminare

     

Besondere Kenntnisse:

  • Fremdsprachen,

  • EDV-Fähigkeiten, Programmiersprachen oder

  • Führerscheine

 

Sonstiges: 

  • Hobbys,

  • Interessen,

  • Sportliche Neigungen (ggf. auch sportliche Erfolge oder Kadermitgliedschaften)

  • Ehrenamtliches Engagement (Bsp. Deine Wunschverwendung ist in der Sanität und du fährst bereits privat ehrenamtlich im Rettungsdienst mit)

     

Weitere Seiten wie ein Inhaltsverzeichnis oder ähnliches kannst du dir sparen, da die Unterlagen während der Bearbeitung ohnehin entsprechend geordnet werden.

Trotzdem sind ein eigenes Anschreiben und ein eigener Lebenslauf Wege zu zeigen, dass es dir ernst und wichtig mit deiner Bewerbung ist und du ein gutes Bild abgeben willst.

 

Wie geht es jetzt weiter mit deiner Bewerbung?

Ein zeitlicher Ablauf deines Bewerbungsverfahrens.

Zugegeben, jetzt weißt du wie du es angehen kannst, aber wie lange dauert es, bis du eine Antwort bekommst? 


Und wo bleibt die Schritt für Schritt Anleitung? 

Keine Sorge die kommt jetzt. 

Ich gehe jetzt davon aus, dass du als Bundeswehr Interessent am Anfang stehst. 

Schritt 1: Mach dich schlau!

Der einfachste und erste Schritt ist natürlich, wie sollte es anders sein, sieh dir meine Seite an und informiere dich über die Abläufe in der Bundeswehr und die Möglichkeiten, die dir offen stehen. 

Will heißen, sieh alles zu den Voraussetzungen für die Bundeswehr, die Ausbildung bei der Bundeswehr und den Einstellungstest an.

Damit stellst du sicher, dass du ein gewisses Grundwissen besitzt und auf Augenhöhe mit dem Karriereberater sprechen kannst.

So nimmt er dich nicht mit „ins tiefe Wasser“ und schwatzt dir keine Verwendungen auf, die dich nicht interessieren. 

Schritt 2: Nimm Verbindung auf!

Finde deinen zuständigen Karriereberater und vereinbare einen unverbindlichen Termin. 

Bei diesem Termin verpflichtest du dich zu nichts.

Solltest du dir aber bereits sicher sein, zur Bundeswehr gehen zu wollen, folge meinem Rat und fülle den Bogen aus.. du weißt Bescheid. 

Der Karriereberater schickt deine Unterlagen, wenn du das möchtest, direkt weiter an dein zuständiges Karrierecenter der Bundeswehr. 

Schritt 3: Bereite dich vor!

Der nächste Meilenstein ist der Einstellungstest der Bundeswehr. 

Die Einladung zum Einstellungstest bekommst du, abhängig vom jeweiligen Karrierecenter, zwischen 2 und 6 Wochen nach deinem Termin beim Karriereberater. 

Der tatsächliche Prüftermin kann jedoch abhängig vom Jahresquartal und den Bewerberzahlen nochmal 1 bis 2 Monate später liegen. 

Nutze diese Zeit, um deine Unterlagen zu vervollständigen und dich auf die Tests vorzubereiten!

Schritt 4: Rock deine Bewerbung bei der Bundeswehr!

Du hast meine Seite zum Thema Bundeswehr Einstellungstest gelesen und dich vorbereitet also zeig, dass du der/die Richtige für diesen Job bist! 

Am Ende des Prüfverfahrens bekommst du eine Eignung für bestimmte Berufe in der Bundeswehr. Diese Eignung hängt von deinem Schulabschluss, deiner gesundheitlichen Verfassung und deinen Leistungen im Prüfverfahren ab.

Mit dieser Eignung in der Hand sitzt du im Büro des so genannten „Einplaners“. Der Einplaner ist der Erste, der eine verlässliche Aussage treffen kann, welche Stellen bei der Bundeswehr frei sind und wo du eingesetzt werden kannst. 

Jetzt gibst du an wo du arbeiten willst und er plant dich auf der entsprechenden Stelle ein. 

Keine Sorge, auf dem Bescheid, den du danach bekommst steht manchmal eine andere Stelle als Standort deiner Grundausbildung.

Das liegt daran, dass nicht jeder Standort eine Grundausbildung durchführt. 

Du wirst aber nach deiner Grundausbildung in deine vorher festgelegte „Stammeinheit“ versetzt. 

Das Datum des Diensteintritts liegt nicht mehr allzu weit in der Zukunft. In der Regel der nächste Quartalsbeginn, also der 01.01. / 01.04. / 01.07. / 01.10..

Genaueres entnimmst du dem Einberufungsbescheid. Dieser kommt 2 bis 4 Wochen nach dem Einstellungstest.

Bundeswehr Zeitstrahl

Was brauchst du also für eine Bewerbung bei der Bundeswehr?

Fazit.

Bevor du zum Termin beim Karriereberater gehst:


  • fülle den Bewerbungsbogen für den freiwilligen Dienst in der Bundeswehr soweit wie möglich aus!

  • besorge die nötigen Unterlagen, damit du später den Kopf frei hast!


Nach dem Karriereberater = Vor dem Einstellungstest:


  • bereite dich auf die Tests vor – körperlich und geistig!

  • erstelle deine Bewerbungsmappe mit Anschreiben und Lebenslauf!


Sind Fragen unbeantwortet? Her damit! 

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