Bundeswehr Einplaner

Was du unbedingt über den Einplaner wissen solltest!

Dein Einstellungstest ist vorbei und du hast alle Tests bestanden, welche die Bundeswehr für dich bereitgehalten hat. Bleibt nur noch eine Station, der Bundeswehr Einplaner. Hier bekommst du Antworten auf deine noch übrigen Fragen.

Wo werde ich meine Grundausbildung durchlaufen?

Warum stehen in meinem Einplanungsvermerk zwei verschiedene Einheiten?

Und am wichtigsten: Wie geht es jetzt nach dem Einstellungstest weiter?

Wer ist der Bundeswehr Einplaner und was tut er genau?

Das Gespräch beim Einplaner ist die letzte Station nach deinem Einstellungstest.

Bis hierher hast du durch alle Tests bewiesen, dass du für deine Wunschverwendung geeignet bist.

Der Job des Einplaners ist es jetzt, herauszufinden wo in Deutschland Einheiten stationiert sind, in denen deine Wunschverwendung gebraucht wird.

Er stellt also fest, in welchen Truppengattungen Bedarf nach dir besteht. Anschließend zeigt er dir Stellen auf, die dir zur Verfügung stehen.

Jetzt kommt der bekannte Moment, in dem du dich entscheiden musst, ob du diese bestimmte Stelle besetzen willst.

Bist du dir sicher, unterschreibst du eine Verpflichtungserklärung und wirst somit fest eingeplant.

Was steht in deinem Einplanungsvermerk?

Du hast dich für eine Stelle entschieden und dich verpflichtet.

Jetzt bekommst du einen so genannten Einplanungsvermerk. Dieser Bogen fasst deine geplante Zukunft bei der Bundeswehr zusammen.

Hier findest du unter anderem Informationen über:

 

  • Grundausbildungseinheit

  • Stammeinheit

  • Vorgesehen Anschlussverwendung

  • Verpflichtungszeit

  • Belehrungen

 

Warum stehen im Einplanungsvermerkt zwei verschiedene Einheiten?

Nicht an jedem Standort und jeder Einheit wird eine Grundausbildung durchgeführt.

Folglich kann es sein, dass deine spätere Stammeinheit eben keine Grundausbildung „anbietet“ und du diese in einer anderen Einheit absolvierst.

Das ist aber für dich kein Unterschied, da du ohne bestandene Grundausbildung ohnehin nicht am täglichen Dienstgeschäft deiner Stammeinheit eingebunden wirst.

Natürlich sind noch viele Punkte mehr im Einplanungsvermerk enthalten, die oben erwähnten sind jedoch die für dich in dieser Phase wirklich relevant.

Solltest du Fragen hierzu haben, beantworte ich sie dir gerne!

Vorsicht! Auf was du beim Bundeswehr Einplaner achten solltest!

Der Einplaner muss immer eine „zufriedenstellende Entscheidung“ für zwei Parteien finden – für dich und die Bundeswehr.

Ich erkläre dir was ich meine anhand zweier möglicher Situationen.

Was passiert, wenn es richtig läuft?

Der Job des Einplaners ist, wie bereits erwähnt, die passende Stelle für deine Wünsche aufzuzeigen und dich darauf einzuplanen.

Der Optimalfall ist der, in dem du alle Voraussetzungen erfüllst und deine Wunschverwendung bekommst – klingt logisch.

Solltest du aber wegen unzureichender Ergebnisse im Einstellungstest nicht die Eignung für deine Wunschverwendung bekommen, wird dir der Einplaner Alternativen vorschlagen.

 

Beispiel 1:

Deine Wunschverwendung ist Jäger-Feldwebel.

Der psychologische Test ergibt, dass du noch nicht geeignet bist, weil du zu jung bist.

Der Einplaner wird dir nun nach dem Einstellungstest beispielsweise anbieten, zuerst Jäger in der Laufbahn der Mannschaften zu werden und nach gewisser Zeit im Dienst und gesammelter Erfahrung die Laufbahn zu wechseln.

 

✓ gleiche Truppengattung,

✓ gleiches Arbeitsfeld,

✓ weniger Verantwortung

 

Entscheidung in deinem Sinne und im Sinne der Bundeswehr.

 

Was passiert, wenn es falsch läuft?

Leider gibt es viele Soldaten in der Bundeswehr, die bei ihrem Einplanungsgespräch schlicht nicht sehr gut beraten wurden.

 

Beispiel 2:

Dein Verwendungswunsch ist Jäger-Feldwebel.

Du erfüllst alle Voraussetzungen für die Stelle aber müsstet zu allen Standort deutschlandweit lange Strecken von zu Hause zum Dienstort reisen, wärst also nicht heimatnah eingesetzt.

Jetzt wird dir angeboten, an einem anderen Standort heimatnah eingesetzt zu werden, jedoch wärst du dort nicht als Jäger-Feldwebel, sondern als Materialbewirtschaftungs-Feldwebel eingesetzt.

 

✓ gleiche Laufbahn

✓ heimatnahe Verwendung

ungewollte/unbekannte Verwendung

Entscheidung im Sinne der Bundeswehr.

 

Beispiel 3:

Dein Verwendungswunsch ist Pionier-Unteroffizier.

Du erfüllst alle Voraussetzungen für die Stelle und bist bereits handwerklich ausgebildet.

Mit dieser Voraussetzung besteht die Möglichkeit, bereits mit einem höheren Dienstgrad in die Bundeswehr einzutreten und ab dem ersten Tag mehr zu verdienen.

Jetzt verkauft man dir die Mannschaftslaufbahn als gute Möglichkeit für dich, obwohl du die Voraussetzung für einen besser bezahlten Einstieg hättest.

 

✓ heimatnahe Verwendung

✓ gewollte Arbeitsfeld

✘unterqualifizierte Laufbahn

✘geringere Bezahlung

Entscheidung im Sinne der Bundeswehr.

 
Das soll dich jetzt nicht abschrecken, sondern dich sensibilisieren, dir nichts anraten zu lassen, was du nicht von vorneherein wolltest.
Es geht um deine Zukunft und nicht um die Quote!

 

Wie kannst du in diesen Fällen reagieren?

Wenn du alle Voraussetzungen für deinen Wunschdienstposten erfüllst und du dennoch Alternativen aufgezeigt bekommst, mache klar, dass du nur deine angestrebte Verwendung wählen wirst und sonst nicht unterschreiben wirst!

Häufig gestellte Fragen nach dem Einplanungsgespräch

Kannst du deine Einplanung nach der Unterschrift / vor deinem Dienstantritt noch ändern?

Nein kannst du nicht mehr. Nachdem du auf eine Stelle eingeplant wurdest, rechnet man dort mit dir. Würde das jeder machen, wäre keine adäquate Stellenplanung möglich.

Solltest du dennoch woanders eingesetzt werden wollen, besteht die Möglichkeit, einen Versetzungsantrag zu stellen.

Dies ist in der Stammeinheit oder gegebenenfalls schon in der Grundausbildungseinheit möglich.

 

Kannst du von deiner Einplanung oder Verpflichtung komplett zurücktreten?

Ja kannst du. Ein Rücktritt von deiner Verpflichtungserklärung und somit deiner Einplanung ist innerhalb der ersten 6 Monate Dienstzeit jederzeit ohne Angabe von Gründen möglich.

 

Woran liegt es, wenn meine Einplanung derzeit nicht möglich ist?

Eine Einplanung ist seitens der Bundeswehr immer das Ziel. Sollte sie also nicht möglich sein, kann es nur an folgenden Gründen liegen:

 

fehlende Dienstposten / Stellen oder

fehlende Qualifikation.

Fazit

Der Bundeswehr Einplaner ist gewissermaßen das Bindeglied zwischen dem Einstellungstest und deinem Dienstantritt.

Hier bietet man dir eine Auswahl an möglichen Stellen für dich.

Hier entscheidest du dich, welche Verwendung du möchtest und verpflichtest dich.

Lasse dich nicht zu Verwendungen überreden, nur um später einen Versetzungsantrag stellen zu müssen!

Durchdenke deine Entscheidung, du unterschreibst danach dafür!

 

Es geht um deine Zukunft!

 

Einen zeitlichen Ablauf von deiner Bewerbung bis zum Diensteintritt findest du auf meiner Seite zur Bewerbung.

Maximalen Erfolg!

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